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26.11.2015 / Feuilleton / Seite 10

Symphonie in Öl

Harald Martenstein und Tom Peuckert haben der deutschen Geschichte eine andere Richtung gegeben

Thomas Behlert

Eine interessante These, wie es mit der DDR anders hätte weitergehen können, ist jetzt in Gestalt eines satirischen Romans im Aufbau Verlag erschienen. Der in Mainz geborene Kolumnist Harald Martenstein, der 2007 mit dem Roman »Heimweg« Aufsehen erregte und der ostdeutsche Theaterautor und Regisseur Tom Peuckert lassen »Schabowski« nicht sagen, dass die Grenzen offen seien, sondern dass an der Küste von Warnemünde Öl in beträchtlichem Umfang gefunden worden sei. Sofort ändert sich das politische Kräfteverhältnis. Ausreisewillige DDR-Bürger setzen neue Hoffnung in den nun sehr reichen sozialistischen Staat. Opportunisten sind in Ost und West zu entdecken, jeder will die Taschen mit Geld füllen und sich das Leben so angenehm wie möglich machen.

Die etwas in die Breite gegangene »Kati Witt« wird die wichtigste Fernsehmoderatorin der DDR. Unter anderem moderiert sie »Das Dschungelcamp« aus Kuba. »Gysi« macht eine Karriere als aalglatter Kulturminister und »Mar...

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