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10.12.2015 / Feuilleton / Seite 10

Unheimliche Kontinuität

Ein Bericht über die Schicksale deutscher Sinti und Roma nach 1945

Sigurd Schulze

Die Nazis ermordeten in den Vernichtungslagern eine halbe Million deutschsprachiger Sinti und Roma. Sie entzogen ihnen die Staatsbürgerschaft, enteigneten sie und deportierten sie ab 1938 in Konzentra­tionslager. Das wurde zentral organisiert von der »Reichszentrale zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens«, einem Ableger des Reichssicherheitshauptamtes. Die massenhafte Ermordung dieser Menschen in Auschwitz-Birkenau wurde nach einem Befehl Heinrich Himmlers vom 16. Dezember 1942 forciert.

Ein kleines Buch mit dem Titel »Fundstücke. Entwurzelt im eigenen Land: Deutsche Sinti und Roma nach 1945«, das Susanne Urban gemeinsam mit ihren Kollegen Silvio Peritore, Frank Reuter, Sascha Feuchert und Markus Roth für den von der UNO gegründeten International Tracing Service (ITS, Internationaler Suchdienst) herausgegeben hat, geht den Schicksalen der überlebenden deutschen Sinti und Roma nach dem Sieg über den Faschismus nach.

Nach der Befreiung meldeten sich ehema...

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