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25.11.2015 / Inland / Seite 5

»Mut zur Diskriminierung«

Ökonom berechnet Kosten der »planlosen Zuwanderung« und präsentiert »Nachhaltigkeitsranking«. Er plädiert für konsequentes Abschieben

Jana Frielinghaus

Bernd Raffelhüschen ist derzeit wieder einmal ein gefragter Interviewpartner. Der in Freiburg lehrende Professor für Finanzwirtschaft verbreitet schon seit einigen Wochen die Ergebnisse seiner Hochrechnungen zu den Langzeitkosten des »Flüchtlingszustroms« in den Medien dieses Landes. Am Dienstag hatte seine »Stiftung Marktwirtschaft« zu einer Präsentation des aktuellen »EU-Nachhaltigkeitsrankings« und zu den erwarteten Belastungen für den hiesigen Steuerzahler durch die »Massenzuwanderung« geladen, die nach seiner Prognose vor allem eine »in die deutschen Sozialsysteme« sein wird. Denn er schätzt über den Daumen gepeilt, dass 70 Prozent der Flüchtlinge nicht für den hiesigen Arbeitsmarkt qualifiziert sind.

Für Raffelhüschen und das von ihm mit geleitete »Institut Marktwirtschaft« sind Zuwanderung und Flucht offenbar ein und dasselbe: ein Bevölkerungszuwachs, und zwar ein überwiegend unerwünschter. »Richtige« Flüchtlinge, die nach geltenden Paragraphen Asyl...

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