23.11.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Auf der »Kojotenroute«

Traumziel USA: Von Behörden schikaniert, von Schleusern ausgenommen, schildern Kubaner ihre Odyssee durch Mittelamerika

Volker Hermsdorf

Die Regierungen von zwölf Ländern der Region wollen am morgigen Dienstag in El Salvador über eine Lösung der Migrationskrise in Zentralamerika verhandeln. Neben mittelamerikanischen Staaten sind auch Kuba, Ecuador, Kolumbien und Mexiko eingeladen.

Hunderte kubanische Migranten waren vor gut einer Woche an der Grenze zwischen Costa Rica und Nicaragua gestrandet, zahlreiche weitere sind noch unterwegs. Als »Kojoten« bezeichnete Schlepper schleusen sie oft von Ecuador aus, das von Kubanern kein Visum verlangt, durch ein halbes Dutzend Länder bis an die Grenze ihres Traumziels USA. Dort erhalten Kubaner – im Gegensatz zu anderen Lateinamerikanern – bislang auch nach »illegaler« Einreise ein Aufenthaltsrecht auf Lebenszeit und weitere Privilegien.

Die Aussichten auf einen Durchbruch bei dem Gipfeltreffen sind gering. Nicaragua lehnte bereits den Vorschlag ab, einen »humanitären Korridor« für die Kubaner einzurichten. Durch einen solchen würde die Diskriminierung...

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