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20.11.2015 / Feuilleton / Seite 11

Auf Stufen einer weißen Treppe

Comedy mit Jelinek-Dekor und Anfassen: »In unserem Namen« am Berliner Gorki-Theater

Christoph Woldt

Beharrlich verhandelt das Berliner Gorki-Theater die brennenden Themen Flucht, Armut, Krieg. Beim »2. Berliner Herbstsalon« setzen Künstler den deutschen Außenhandel in Beziehung zur Migration, in Videos und Theaterstücken geht es um Solidaritätsbewegungen und Einzelschicksale. Fixpunkt der Reihe ist das Stück »In unserem Namen« von Regisseur Sebastian Nübling. Es basiert auf Elfriede Jelineks Bearbeitung einer Tragödie von Aischylos über Vertreibung, Freiheit und Asyl: »Die Schutzbefohlenen«. Ein starker Text. Anlass seiner Entstehung war die Besetzung der Wiener Votivkirche durch 60 Titelhelden, die gegen ihre Abschiebung protestierten. In die Hamburger Uraufführung wurden Aussagen der Lampedusa-Flüchtlinge gestreut – eine politische Arbeit mit klarer Haltung.

Vor der Premiere im Gorki-Theater warten die Zuschauer im Foyer. Wie auf dem Jahrmarkt warnt eine Conférencieuse, die »Show« könne zu Depressionen führen. Man benötige Strategien der Verarbeitung. ...

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