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14.11.2015 / Feuilleton / Seite 11

Als es noch dunkle Winkel gab

Punk war vor allem eins nicht: integrativ. Richard Hell beschreibt in seiner Autobiographie die New Yorker Untergrundszene der 70er

Reverend Christian Dabeler

I dreamed I was a very clean tramp«: Der Titel der amerikanischen Originalausgabe von Richard Hells nun auf Deutsch erschienener Autobiographie wäre passender gewesen. Die deutsche Version wurde nach dem bekanntesten Lied seiner Band Voidoids benannt: »Blank Generation«. Vielleicht weil das vermeintliche Verkaufszauberwort »Generation« darin vorkommt?

Richard Hell, Bandleader und Mastermind der Voidoids, von Television und der Neon Boys, war ein Protagonist des New Yorker Punkuntergrunds im legendären CBGB-Club der siebziger und frühen achtziger Jahre. In seinen 2013 in den USA erschienenen Erinnerungen beschreibt er die Zeit bis 1984. Das war der Zeitpunkt, zu dem er der Drogensucht und der Musik entsagte.

Die Verarbeitung vergangener Subkulturen hat in Ermangelung heutiger ja seit einiger Zeit Konjunktur. Hell hatte bei seiner Selbsterfindung in den frühen 70er Jahren das Glück, dass es zu dieser Zeit noch nicht von Rock-and-Roll-Biographien wimmelte. An ...

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