14.11.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Ständige Provokationen

Die ukrainischen Streitkräfte im Donbass sind zu einer Taktik der Nadelstiche übergegangen. Politische Lösung wahrscheinlich nicht mehr erwünscht

Reinhard Lauterbach

Zwei Monate nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands im Donbass ist die Waffenruhe brüchig. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko warf den Aufständischen vor, diese mehrere Dutzend Male verletzt zu haben. Die OSZE-Beobachter sind aber trotz politischen Unwillens genötigt, Angriffe von ukrainischer Seite (»aus nordwestlicher Richtung«) zu protokollieren. Meist werden für die Attacken Granatwerfer verwendet, in Einzelfällen wurde auch der Einsatz von Panzern, Raketenwerfern oder schwerer Artillerie beobachtet, die eigentlich längst von der Front abgezogen sein sollten. Die Aufklärung der Volksrepubliken hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die ukrainische Seite auch Kampfhubschrauber wieder in frontnahe Stellungen verlegt habe. In Einzelfällen wurden solche Meldungen auch durch ukrainische Medien bestätigt. Tatsache ist, dass der Abzug schwerer Waffen von der Frontlinie ins Stocken geraten ist. Auf seiten der Volksrepubliken wächst die Kritik ...

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