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09.11.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Kein Kontrapunkt

Die Berliner Ausstellung über deutsch-russische Beziehungen seit 1945 lässt Wichtiges weg

Arnold Schölzel

Heute vor 25 Jahren unterzeichneten der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und der Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, in Bonn den Vertrag über »gute Nachbarschaft, Partnerschaft und Zusammenarbeit« zwischen beiden Staaten. Darin ist eingangs von Verständigung und Versöhnung, von einem durch »gemeinsame Werte« vereinten Europa und von dem Ziel die Rede, »eine dauerhafte und gerechte Friedensordnung in Europa einschließlich stabiler Strukturen der Sicherheit zu schaffen«. Knapp 15 Jahre später, am 11. April 2005 vereinbarten Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der russische Präsident Wladimir Putin eine »strategische Partnerschaft für Bildung, Forschung und Innovation«.

Zehn Jahre danach ist davon wenig übrig. Die Bundesrepublik beteiligt sich an den völkerrechtswidrigen Kriegen des Westens, die NATO ist bis auf wenige hundert Kilometer auf Moskau vorgerückt, die deutsche Luftwaffe patrouilliert an der russischen Grenze, in Kiew...

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