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02.02.2002 / Ansichten / Seite 0

Die Schlacht ist noch zu gewinnen

Als Aufklärer der DDR im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik. Ursachen der Niederlage und Parteinahme für den Sozialismus. jW-Gespräch mit Klaus von Raussendorff (Teil II)

Arnold Schölzel
Klaus von Raussendorff war bis zum April 1990 Botschaftsrat im Auswärtigen Dienst der BRD, in den er 1961 als Aufklärer des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR eintrat. Heute im Rentnerstand, ist er als Journalist und Herausgeber der Anti-Imperialistischen Korrespondenz (www.aikor.de) tätig.

F: Im zweiten Weltkrieg haben bürgerliche Antifaschisten neben wie Kommunisten wie Richard Sorge oder Ruth Werner für den sowjetischen Geheimdienst gearbeitet. Gibt es historische Parallelen?

Richard Sorge und viele andere haben mit ihrem Leben bezahlt. Für uns hingegen existierte bereits, wenn auch unter großen Schwierigkeiten, ein deutsches sozialistisches Heimatland, das uns in einer gefährlichen Lage wirksam helfen konnte. Und auch der mächtigere bürgerliche deutsche Staat, nach dessen Recht wir uns strafbar machten, war durch die veränderte Weltlage gezwungen, auf exzessive Praktiken gegenüber enttarnten DDR-Spionen zu verzichten. Mit anderen Worten,...

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