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04.11.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Anschlag auf den Frieden

Vor 20 Jahren wurde Jitzchak Rabin ermordet: Der israelische Politiker hatte sich zum Versöhner mit den Palästinensern gewandelt – und wurde dafür erschossen

Harri Grünberg

Es ist nicht einfach für Kommunisten und Sozialisten, die Person Jitzchak Rabin und seine Politik zu würdigen. Er war die meiste Zeit seines politischen Lebens kein Friedensengel. Lange glaubte er an die vom Staatsgründer David Ben Gurion hinterlassene Doktrin, die von der Fraktion der »Arbeiter-« bzw. der sozialdemokratisch orientierten Zionisten wie eine heilige Kuh gehandelt wurde. Diese Leitidee besagte, dass Israel durch die mit Hilfe Frankreichs erworbenen nuklearen Optionen stark sei und die Araber deshalb, wenn sie Frieden haben wollen, zu den Bedingungen Israels angekrochen kommen müssen. Es gab aber auch andere Ansätze im Arbeiterzionismus wie die von Moshe Sharet, der unter Ben Gurion Außenminister war. Sharet wurde von ihm rausgeschmissen, weil er der Auffassung war, dass Israel gerade aufgrund seiner Stärke auf die Araber mit der versöhnenden Hand zugehen müsse. Ziel sollte eine gemeinsame Lösung für einen Frieden zwischen Israel und seinen...

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