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03.11.2015 / Inland / Seite 4

»Nicht im öffentlichen Interesse«

Neunte Kündigung: Werkstatt Frankfurt und Rechtsnachfolger mobben ehemaligen Betriebsrat

Gitta Düperthal

Wegen ausbeuterischer Maßnahmen für Hartz-IV-Bezieher war die Geschäftsführung der städtischen Beschäftigungsgesellschaft »Werkstatt Frankfurt« (WF) in den Schlagzeilen. Den engagierten Betriebsrat Christoph Kappel, der sich für die Interessen der Betroffenen stark gemacht hatte, hatte sie ganz dringend loswerden wollen. So dringend, dass selbst die Richterin Natascha Ahmad des Arbeitsgerichts Frankfurt Ende 2014 kopfschüttelnd den neunten Kündigungsversuch des ehemaligen Betriebsrates durch die Beschäftigungsgesellschaft in erster Instanz abgeschmettert hatte. Doch auch der neue Vorstandsvorsitzende der WF und ehemalige SPD-Stadtverordnete Heinz Lietz weiß den Interessenvertreter nicht zu schätzen und ging in Berufung. Die Leitung der Nachfolgegesellschaft der WF, neuerlich in die »Servicegesellschaft für Frankfurt und Grüngürtel gGmbH (SFG)« übergegangen, sieht es ähnlich.

Der Kündigungsgrund war in erster Instanz zur Erheiterung damals anwesender Pr...

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