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02.11.2015 / Feuilleton / Seite 10

Vom Zentrum in den Abgrund

Die USA sind nicht Amerika: Die Ausstellung »Dark Mirror. Lateinamerikanische Kunst seit 1968« im Kunstmuseum Wolfsburg

Matthias Reichelt

Ein Totenschädel mit Clownsnase, aber nicht in Rot, sondern so gelb wie die Knochen des Schädels. Mit dieser eindrücklichen Skulptur des brasilianischen Künstlers Vik Muniz von 1989 wirbt die Ausstellung »Dark Mirror. Lateinamerikanische Kunst seit 1968« im Kunstmuseum Wolfsburg. Die Kontrastierung von Tod und Leben, Trauer und Freude findet in einem Kunstwerk statt, diese Themen werden vermischt statt getrennt. In einigen Kulturen Lateinamerikas ist das die gelebte Praxis der Gedenkkultur.

Das Wolfsburger Museum wird von der Kunststiftung Volkswagen betrieben, der Ausstellungstitel »Dark Mirror« wirkt wie ein unfreiwilliger Kommentar zur selbstverursachten großen Krise des dort ansässigen VW-Konzerns. Für die Stadt werden die Zeiten schlechter, wenn das Unternehmen wie angekündigt pro Jahr eine Milliarde Euro einsparen will. Zur Zeit ist Wolfsburg eine von drei Kommunen in Deutschland, die komplett schuldenfrei sind.

Beim Rundgang für Journalisten durch di...

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