30.10.2015 / Thema / Seite 12

Komponierte Geschichte

Die Revolutionssinfonien von Dmitri Schostakowitsch

Kai Köhler

2015 jährt sich der Todestag des sowjetischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch zum 40. Mal. Am 9. August 1975 starb er im Alter von 68 Jahren. Seit seiner ersten Sinfonie, mit der er 19jährig sein Studium abschloss, gingen seine Kompositionen rund um die Welt. In Leningrad 1941 war er Feuerwehrmann während der Belagerung durch die faschistische Wehrmacht. Dort schrieb er auch seine 7. Sinfonie, in der er sich des Sieges der Sowjetmenschen sicher war. Er übernahm verschiedene Ämter in Kultur und Politik der Sowjetunion.

1979 veröffentlichte Solomon Wolkow in den USA das Buch »Testimony« (Zeugenaussagen) mit angeblichen Äußerungen Schostakowitschs zu seinem Werk und zur Sowjetunion. Spätestens von da an kam es zu ideologischen Auseinandersetzungen um den Künstler: War er ein Dissident, der in seine Werke seine Kritik einflocht, oder ein sowjetischer Musiker, der sich ganz dem Sozialismus verschrieben hatte? Heute gibt es kaum Literatur zu Schostako...

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