28.10.2015 / Feuilleton / Seite 11

Aus der Sesshaft

Über den Lautlaubbläser

Wiglaf Droste

Der Herbst, sagt man, ist die Zeit, da die Blätter fallen. Das tun sie immer noch, aber liegenbleiben dürfen sie nicht mehr, da sei der Lautlaubbläser vor. Lautlaubbläser ist die Bezeichnung sowohl für das technische Gerät als auch für den es bedienenden Menschen und für die Symbiose aus beiden, bei der es sich um eine Mischung aus Dr. Viktor Frankenstein und dem Geschöpf handelt, das er zusammenklempnerte. Ohne den Menschen gäbe es keine Lautlaubbläser, mit dem Lautlaubbläser gibt es keine Menschen ohne Gehör- und Nervenschäden.

Ich liebe den Herbst; es gibt leuchtende Kastanien, diese archaischen Glücksbollern und Handschmeichler, und niemals gehe ich ohne wenigstens ein schönes Exemplar in der Tasche aus dem Haus. Es gibt Bucheckern, wunderbares frisch geerntetes Obst und Gemüse, duftende und teilweise köstliche Pilze, und es gibt Blätter in den schönsten bunten Farben. Mit Freude erinnere ich mich daran, wie wir in der dritten Grundschulklasse mit uns...

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