24.10.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

John Cryans Rückzug

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Der neue Chef der Deutschen Bank, ein gewisser John Cryan, soll angekündigt haben, dass er die Boni seiner Händler und Investmentbanker um ein Drittel kürzen will. Im Vorjahr hat das größte Geldhaus der Bundesrepublik nach eigenen Angaben 1,7 Milliarden Euro als Sondervergütungen an diese Gruppe der Beschäftigten ausgeschüttet. Die Zahl ist sicher untertrieben. Aber für ein Unternehmen, das im dritten Quartal 2015 einen Verlust von 6,2 Milliarden Euro verbucht hat, wirkt sie immer noch beachtlich. Schließlich sind die gut bezahlten Investmentbanker für den riesigen Verlust wesentlich verantwortlich, der vor allem aus Rückstellungen für Prozessrisiken und mögliche Strafen in den USA bestand.

Gut möglich, dass Cryan, wie Vorstandschefs das gerne tun, den Aktionären der Bank nur etwas vormacht. Wenn es aber stimmt, hieße das auch, dass er tatsächlich das Investmentbanking in seiner Bank etwas stutzen würde. Das ist bish...

Artikel-Länge: 2882 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe