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23.10.2015 / Feuilleton / Seite 11

Die Poesie des Raumes

Eine große Ausstellung in Lemgo widmet sich dem goldenen Zeitalter der Kartographie

Michael Girke

Von dem schier unglaublichen Kartenboom, den Europa vom Spätmittelalter bis zur Aufklärung erlebt hat, erzählt jetzt eine so umfangreiche wie fundierte Ausstellung im Lemgoer Weserrenaissance-Museum. Werke von Gerhard Mercator, Abraham Ortelius oder Willem Bleau werden präsentiert, von Kartenmachern, die alle in jener Epoche nach 1492 arbeiteten, als Kolumbus’ Entdeckung Amerikas das bis dahin gültige Welt- und Kartenbild vollkommen über den Haufen geworfen hatte.

Eintritt Amerikas

Den allmählichen Eintritt Amerikas ins europäische Bewusstsein kann der Ausstellungsbesucher gut nachvollziehen. Verzeichnen die Karten zunächst einen Umriss, der sich im Ungefähren verliert, erhält der Doppelkontinent dann bald schon jene Kontur, die heute vertraut ist. Freilich mit Unschärfen. So etwa stritt man jahrzehntelang darüber, ob Kalifornien wohl eine Halbinsel oder doch eine Insel sei. Infolgedessen besaß Kalifornien für so ziemlich jeden damaligen Kartographen ein ...

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