15.10.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Lasst die Kohle und das Öl im Boden«

Gegen die Macht der Konzerne können sich Entwicklungsländer kaum wehren. Ein Gespräch mit Simone Knapp

Christian Selz

Deutschland hat im Rahmen der UN-Konferenz zur Finanzierung nachhaltiger Entwicklung im Juli in Addis Abeba gefordert, dass Konzerne stärker in die Entwicklungshilfe einbezogen werden. Werden da die Richtigen zur Verantwortung gerufen?

Das wäre ein großer Schritt – gerade mit Blick auf die Diskrepanz zwischen dem, was die Konzerne vor Ort machen, was sie dort an Steuern bezahlen, und dem, was sie an Umweltverschmutzung in den Herkunftsländern von Rohstoffen hinterlassen. Da würden wir wirklich Halleluja schreien.

In der äthiopischen Hauptstadt ging es vor allen Dingen um die Finanzierung der Programme zur Bekämpfung der Armut. Kann das funktionieren, so etwas in Konzernhand zu legen?

Nein, das auf gar keinen Fall. So rum wird kein Schuh daraus. Das sind staatliche Aufgaben, die zu privatisieren ist keine Lösung. Die entscheidende Frage ist, wie kriege ich die Staaten dazu, dass sie ihre eigenen Entwicklungsleistungen bezahlen können.

Was muss denn passier...

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