13.10.2015 / Inland / Seite 4

Reaktionäre Verklemmungen

Stuttgart: Hunderte protestieren gegen fundamentalistische Kundgebung. Übergriffe der Polizei mit Pfefferspray, zahlreiche Verletzte

Markus Bernhardt

Am Sonntag demonstrierten in Stuttgart zum wiederholten Mal christliche Fundamentalisten, rechte Esoteriker, sogenannte Lebensschützer und Anhänger von Junger Union, CDU/CSU sowie der AfD. Auch bekannte Neonazis wurden bei dem von Freifrau Hedwig von Beverfoerde (CDU) organisierten Aufmarsch nach Aussage der örtlichen Antifa gesichtet. Unter dem Motto »Demo für alle. Ehe und Familie vor! Stoppt Genderideologie und Sexualisierung unserer Kinder« machten die rund 5.000 Rechtspopulisten gegen die Gleichstellung von Schwulen, Lesben, Trans- und Bisexuellen mit Heterosexuellen mobil. Auf Transparenten schwadronierten die Fundamentalisten unter anderem eine »Diktatur« einer schwul-lesbischen Minderheit über Heterosexuelle herbei. »Die Städte der Schamlosigkeit hießen früher Sodom und Gomorrha! Heute nennt man es sexuelle Vielfalt. Hände weg von unseren Kindern!« lautete zum Beispiel eine Plakatlosung. Ähnlich den Aufmärschen der rechten »Pegida«-Bewegung wurde ...

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