07.10.2015 / Antifa / Seite 15

Schwere Vorwürfe gegen Ermittler

Verdächtiger im Mordfall Burak Bektas: Weiteres Opfer könnte vermeidbar gewesen sein

Claudia Wangerin

Dreieinhalb Jahre nach dem Mord an Burak Bektas, der in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012 in der Nähe des Krankenhauses Berlin-Neukölln auf offener Straße erschossen wurde, sitzt ein Verdächtiger in Untersuchungshaft. Ohne jeden Anlass hatte ein Mann auf den 22jährigen und zwei seiner Freunde, die damals verletzt überlebten, geschossen. Nach Angaben der Anwälte der Familie von Burak Bektas und der Antirassistischen Initiative Berlin tauchte der Name Rolf Z. bereits in den Ermittlungsakten auf – festgenommen wurde dieser jedoch erst im Zusammenhang mit einem weiteren Mord: Am 20. September 2015 war an der Ringbahnstraße in Berlin-Neukölln der britische Anwalt Luke Holland erschossen worden. Bereits am Tag darauf erging laut Berliner Zeitung Haftbefehl gegen den 62jährigen Rolf Z. »Er galt als Waffennarr«, hieß es in dem Bericht.

Die Anwälte der Familie Bektas wurden hellhörig und suchten in den Ermittlungsakten nach Hinweisen auf den Verdächtig...

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