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06.10.2015 / Ausland / Seite 7

Kollateralverbrechen

Nach dem US-Luftangriff auf ein Krankenhaus in Kundus lassen Stellungnahmen der afghanischen Behörden auf ein kaltblütiges Kriegsverbrechen schließen

Knut Mellenthin

Nach dem US-Luftangriff auf ein Krankenhaus in der nordafghanischen Provinzhauptstadt Kundus hat sich die Zahl der Todesopfer auf 22 erhöht. Zehn von ihnen, darunter drei Kinder, waren Patienten; die anderen zwölf gehörten zum Personal. Außerdem wurden 37 Menschen zum Teil schwer verletzt. Die internationale Hilfsorganisation »Ärzte ohne Grenzen« (Médecins Sans Frontières, MSF), die das Hospital betrieben hatte, gab am Sonntag die Schließung bekannt, da auf Grund der Zerstörungen keine Arbeit mehr möglich sei. Die Patienten seien in andere medizinische Einrichtungen verlegt worden, mehrere Ärzte seien nun dort tätig.

US-amerikanische Kampfflugzeuge hatten das Hospital in der Nacht zum Samstag eine Stunde lang wiederholt bombardiert, obwohl die Koordinaten der Anlage bekannt waren. Trotz Telefonanrufen des Personals beim NATO-Kommando in Kabul und bei Militärdienststellen in Washington wurden die Angriffe fortgesetzt. Nach Darstellung des Pentagons ...

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