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06.10.2015 / Feuilleton / Seite 11

Und immer eine volle Flasche

Etwas ist faul im Staate Duckmäuser: Eine Ausstellung über die Olsenbande in der Kunsthalle Rostock

F.-B. Habel

»Es ist die reinste Tragödie«, klagte Kjeld 1977 im neunten »Olsenbande«-Film über den Sohn seiner Schwägerin: »Die armen Eltern! Nur Alkohol und Marxismus im Kopf!« Beides spielte eine nicht unwesentliche Rolle in den 14 Originalkomödien, die zwischen 1968 und 1998 in Dänemark gedreht wurden. Getrunken wurde vorzugsweise Tuborg- und Carlsberg-Bier. Die Ideen, denen gehuldigt wurde, waren bestenfalls vulgärmarxistisch. Immerhin wollte der Anführer des ungelenken Ganoventrios, Egon, schon damals angesichts der Globalisierung den »multinationalen Konzernen« eins auswischen.

Nicht nur in Dänemark und dem sonstigen Skandinavien genossen diese drei Kleinkriminellen, zu denen noch der Fahrer Benny zählte, Heldenstatus, sondern erstaunlicherweise auch in den sozialistischen Ländern Polen, Ungarn und vor allem in der DDR. Diesem Phänomen wollten schon viele Publikationen beikommen. Sie erzielten nur Teilerfolge. Nun soll es also eine Ausstellung richten, die erst...

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