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05.10.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

»Unser täglich Vegetieren«

Polen entdeckt sein Armutsproblem. Hintergrund ist vor allem der Wahlkampf

Reinhard Lauterbach

Manchmal kann man sich in Polen nur wundern. Unlängst machte die politisch erzkonservative und wirtschaftsliberale Tageszeitung Rzeczpospolita die Armut im Lande zum Thema der Wochenendausgabe. Soziologen und Ökonomen bis hin zu Thomas Piketty wurden bemüht, um ein Phänomen zu beschreiben, das der Lebenswirklichkeit der meist im Management oder im höheren Staatsdienst angesiedelten Leserschaft der Rzepa (»Rübe«) exotisch erscheinen muss: dass nach Angaben des Instituts für Sozialpolitik fast die Hälfte der polnischen Familien nur mit Mühe über den Monat kommt und am »sozialen Existenzminimum« lebt. Spätestens wenn eine Familie Kinder habe, sei Armut so gut wie unvermeidbar, schrieben die Experten. Armut selbst nach polnischen Kriterien.

Die offiziellen Zahlen des Statistischen Hauptamtes (GUS) über die Einkommen in Polen sind irreführend. Danach liegt der arithmetische Durchschnittslohn im Lande bei gut 4.000 Zloty (knapp 1.000 Euro). Allerdings zieht das...

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