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01.10.2015 / Feuilleton / Seite 11

Restauration und Risiko

Unter Adenauer war Antifaschismus Landesverrat: »Der Staat gegen Fritz Bauer« im Kino

Kai Köhler

Wenn er sein Dienstzimmer verlasse, betrete er feindliches Ausland, soll Fritz Bauer (1903–1968) in seiner Amtszeit als hessischer Generalstaatsanwalt einmal gesagt haben. Sozialdemokrat, jüdischer Herkunft und Emigrant – das war aus Sicht des ihm unterstellten, aus dem Faschismus übernommenen Justizapparats schlimm genug. Dass er auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs und der Adenauer-Restauration Nazitäter vor Gericht zu bringen versuchte, machte ihn vollends zum Feind.

Heute ist Bauer vor allem bekannt für die Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die in den 1960er Jahren einige Täter für längere Zeit ins Gefängnis brachten. Für die westdeutsche Auseinandersetzung mit der faschistischen Vergangenheit hatten sie eine wichtige Funktion. Bauer dachte politisch: Er plante Verfahren, die die gesellschaftliche Auseinandersetzung befördern sollten. Punktuell unterstützte ihn die DDR, indem sie ihm wichtige Akten zugänglich machte.

In Lars Kraumes Film »Der Staat gegen...

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