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01.10.2015 / Thema / Seite 12

Putsch nach »Pütschchen«

Anhänger des Präsidenten Sukarno wollten am 30. September 1965 die Machtverhältnisse in Indonesien ändern. Der dilettantische Versuch scheiterte und brachte mit einer blutigen Konterrevolution Diktator Suharto an die Macht

Rainer Werning

Das Jahr 1965 war in vielfacher Hinsicht bedeutsam. In Vietnam befanden sich die USA, die unangefochtene Führungsmacht des »freien Westens«, auf dem Höhepunkt eines Krieges, den sie trotz des Einsatzes einer gewaltigen Kriegsmaschinerie mit B-52-Flächenbombardements nicht gewinnen konnten. Er wurde dennoch ein Jahrzehnt lang weitergeführt. In Washington glaubte man noch immer ernsthaft an die 1954 von Präsident Dwight D. Eisenhower verkündete Dominotheorie. Ihr zufolge hätten ohne Sieg in Vietnam zwangsläufig auch andere Staaten in Südost- und Ostasien wie Thailand, Malaysia, Indonesien und Südkorea der Reihe nach – eben wie Dominosteine – umkippen und ebenfalls in den Machtbereich des Kommunismus geraten müssen.

Im selben Jahr begann in der am 1. Oktober 1949 kommunistisch gewordenen Volksrepublik China die Große Proletarische Kulturrevolution, während gleichzeitig die sino-sowjetischen Rivalitäten um die Vorherrschaft im sozialistischen Lager und...

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