25.01.2002 / Inland

Heiße Luft von Scharping

Strahlengeschädigte Bundeswehrsoldaten warten noch immer auf versprochene Entschädigungen

Rainer Balcerowiak

Das am 21. Juni des vergangenen Jahres abgegebene Versprechen von Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping, radargeschädigte Bundeswehrsoldaten »schnell, streitfrei und großherzig« zu entschädigen, hat sich als heiße Luft erwiesen. Dieses Fazit zogen am Donnerstag der Bund der Radargeschädigten, der Bundeswehrverband und Rechtsanwalt Reiner Geulen, der insgesamt 730 Opfer von dauerhafter Niedrigstrahlung und deren Angehörige juristisch vertritt. Nur fünf von 1500 Anträgen auf Anerkennung einer Wehrdienstbeschädigung seien positiv beschieden worden. Auch bei den 133 Anträgen, die erst nach Scharpings vollmundiger Ankündigung gestellt worden sind, habe es nur eine Anerkennung gegeben.

Das Verteidigungsministerium bedient sich bei der Abwimmlung der Entschädigungsforderungen ziemlich übler Tricks. Die entstandenen Stahlenbelastungen würden von der Bundeswehr »systematisch heruntergerechnet«, um einen ursächlichen Zu...

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