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26.09.2015 / Ausland / Seite 6

Dilemma für Linke

Katalonien wählt ein neues Parlament – und stimmt indirekt über die Unabhängigkeit ab. Podemos-Chef Pablo Iglesias fühlt sich schon »wie in einem anderen Land«

André Scheer

In Katalonien wird am Sonntag ein neues Regionalparlament gewählt. Zu den bekannten Politikern, die sich am meisten im Wahlkampf engagieren, gehört Pablo Iglesias, der Chef der neuen Protestpartei Podemos. Er hofft auf Rückenwind für die spanischen Kongresswahlen am 20. Dezember, bei denen er Ministerpräsident Mariano Rajoy ablösen will. Doch Iglesias fühlt sich in Katalonien nicht wohl. Am vergangenen Sonntag vertraute er einem Journalisten der Tageszeitung El Periódico an: »Es ist, wie Wahlkampf in einem anderen Land zu führen.«

Iglesias wirbt für »Catalunya Sí que es Pot«, was man mit »Katalonien – Yes We Can« übersetzen könnte. Dabei handelt es sich um ein Bündnis seiner Podemos mit der traditionellen Linken in der Region: der linksgrünen »Initiative für Katalonien« (ICV) und der kommunistisch geprägten »Vereinigten und Alternativen Linken« (EUiA). In Barcelona hat diese Allianz funktioniert: Im Mai konnte das Rathaus der katalanischen Hauptstadt erob...

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