26.09.2015 / Schwerpunkt / Seite 3

Nichts als leere Worte

Ein Jahr nach dem »Verschwinden« der Studenten in Ayotzinapa: Mexikos Präsident weist Forderungen der Angehörigen nach eigenständiger Ermittlungseinheit zurück

Lena Kreymann/ Mexiko-Stadt

Vor einem Jahr sind 43 Studenten der Fachhochschule von Ayotzinapa von den Sicherheitsbehörden Mexikos verschleppt worden. Eine Spur zu den »Verschwundenen« gibt es bis heute nicht, was mit ihnen geschah, ist ungewiss. Die Verstrickungen zwischen organisiertem Verbrechen, Sicherheitskräften und politisch Verantwortlichen sollen, wie in vielen anderen Fällen auch, unter den Teppich gekehrt werden. Doch in diesem Fall will es nicht gelingen. Die Angehörigen der Hochschüler und eine große internationale Öffentlichkeit fordern vollständige Aufklärung.

Den Eltern der 43 »verschwundenen« Studenten stand die Wut und die Enttäuschung nach dem Treffen mit Enrique Peña Nieto am Donnerstag (Ortszeit) ins Gesicht geschrieben. »Der Präsident hat sich auf keinen der acht Punkte eingelassen, die die Eltern vorgelegt haben«, erklärte ihr Anwalt Vidulfo Rosales Sierra bei der anschließenden Pressekonferenz der Angehörigen auf dem zentralen Platz in Mexiko-Stadt.

Die Elter...

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