26.09.2015 / Thema / Seite 12

Das Künftige im Gegenwärtigen

Walter Benjamin zum 75. Todestag

Jürgen Pelzer

In der Nacht vom 26. zum 27. September 1940 beging Walter Benjamin in dem kleinen Pyrenäenort Portbou Selbstmord, vermutlich mit einer Überdosis Morphiumtabletten. Er hatte befürchtet, an die deutsche Armee ausgeliefert zu werden, die im Mai des Jahres begonnen hatte, Frankreich zu besetzen. Zusammen mit Millionen Franzosen, Belgiern, Deutschen, Österreichern, Tschechen und Emigranten anderer Nationalitäten war er von Paris aus in den südlichen Teil des Landes, zunächst nach Lourdes, dann nach Marseille geflohen, um sich dort ein legales Ausreisevisum sowie ein Transitvisum für Spanien zu beschaffen. Wie so viele bekam er die benötigten Papiere nicht, weshalb er sich entschloss, die französisch-spanische Grenze illegal zu überqueren. Dies gelang zunächst, doch spanische Zöllner griffen ihn und seine Begleiter auf und drohten mit Auslieferung.

Bertolt Brecht, der drei Gedichte über den Tod seines engen Freundes und Mitstreiters schrieb, soll damals ...

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