23.09.2015 / Titel / Seite 1

Neue Bomben für Büchel

Modernisierung von US-Atomwaffenarsenal auf rheinland-pfälzischem Fliegerhorst. Bundeswehr ist laut Bericht eingebunden. Affront gegenüber Russland

Michael Merz

Wenn deutsche Regierungspolitiker auf den kleinen Ort Büchel in Rheinland-Pfalz angesprochen werden, herrscht stets peinlich berührtes Schweigen. Grund für die Geheimniskrämerei ist der dortige Fliegerhorst, auf dem seit Jahrzehnten US-amerikanische Atombomben stationiert sind. Wie das ZDF-Magazin »Frontal 21« recherchierte, sollen die Massenvernichtungswaffen neue nukleare Sprengköpfe erhalten: 20 insgesamt, die zusammen eine Sprengkraft von 80 Hiroshima-Bomben haben, würden demnach dann in Büchel gelagert. Und das, obwohl das deutsche Parlament 2010 beschlossen hatte, die Bundesregierung solle sich gegenüber den USA »mit Nachdruck« für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland stark machen. Die technische Integration des neuen Atombombensystems in die deutschen »Tornado«-Jagdbomber soll längst beschlossene Sache sein. »Frontal 21« belegt dies in Form von US-Haushaltsplänen für das dritte Quartal 2015, in denen die Gelder dafür bereitgestellt werden.

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