18.01.2002 / Ausland

Gestörte Propaganda Washingtons

Treffen von Terroropfern in Kabul bereitet US-Diplomatie Unbehagen

Rainer Rupp

Am Mittwoch trafen US-amerikanische Opfer der Terroranschläge vom 11. September in Kabul zivile afghanische Opfer des bereits über 100 Tage dauernden US-Bombenterrors gegen das geschundene Land. So erfuhr z.B. die 70 Jahre alte Amerikanerin Rita Lasar, deren Bruder im World Trade Center umgekommen ist, von der 36 Jahre alten, immer noch schwer verletzten Afghanin Najiba Shakar Pardes, wie deren Haus von einer amerikanischen Bombe zerstört wurde. Sie wurde unter dem Schutt begraben, ihre drei Kinder überlebten wie durch ein Wunder. Beide Frauen stützten sich gegenseitig und konnten ihre Emotionen nicht länger zurückhalten, während im Hintergrund die Fernsehkameras surrten. Als beide Frauen weinten, wurde das Unbehag...

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