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16.09.2015 / Feuilleton / Seite 11

Gegen die Lügner

Wie Willi Münzenberg auf den westdeutschen Linksradikalismus ausstrahlte – eine Ergänzung zum Münzenberg-Kongress, der morgen in Berlin beginnt

Markus Mohr

Als Ende der 60er Jahre gegen die bleierne Zeit des CDU-Staats rebelliert wurde, besannen sich viele Intellektuelle auf die linken Bewegungen der Weimarer Republik, die unter Hitler wie unter Adenauer unterdrückt und verfolgt worden waren. Es ging um ein Update kommunistischer, linkssozialistischer und anarchistischer Ideen, auch wenn man das damals anders nannte: für Rudi Dutschke war das Schlüsselwort »Bewusstwerdung«. Es ging um diskursive Verknüpfungen, eine handelt von Willi Münzenberg und der Roten Hilfe, die in der Bundesrepublik neu gegründet wurde.

Mit Münzenberg ist die Entstehung der kommunistischen Presse in Deutschland nach der gescheiterten Revolution 1918/19 untrennbar verbunden. Noch in Zusammenarbeit mit Lenin 1919 zum Sekretär der Kommunistischen Jugend-Internationale gewählt, gelang es ihm, in der Weimarer Republik einen linken Medienkonzern aufzubauen, dessen Produkte ein Millionenpublikum erreichten. Das bekannteste Erzeugnis w...

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