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12.09.2015 / Titel / Seite 1

Zurück ins Sperrgebiet

Japans Regierung drängt Fukushima-Opfer in strahlenverseuchtes Gebiet. Tote und Verletzte bei Flutkatastrophe

Michael Streitberg

Heftige Überschwemmungen infolge des Taifuns Etau, der am Mittwoch über Japan gezogen ist, haben in Nordostjapan bis zum Freitag mindestens drei Todesopfer gefordert. Mehr als 25 Menschen werden noch immer vermisst, Hunderttausende Einwohner mehrerer Präfekturen wurden evakuiert oder zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert. Durch die Überflutungen gelangten zudem große Mengen radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima ins Meer. Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf von der Betreibergesellschaft Tepco veröffentlichte Daten stützen, könnten bis zu 100 Tonnen in den Pazifik geflossen sein. Trotzdem will Japans Regierung die Opfer der Flut- und Atomkatastrophe vom März 2011 dazu drängen, in die verstrahlten Gebiete um Fukushima zurückzukehren.

Bereits am vergangenen Samstag wurde die Sperrung des Dorfs Naraha aufgehoben. Nach Abschluss bereits begonnener Dekontaminierungsarbeiten sollen bis März 2017 zudem T...

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