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12.09.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Warum die Fachkräfte kommen

Zu Lust und Risiken des Kapitalverkehrs

Lucas Zeise

Wir lieben unsere Flüchtlinge. Besonders jene aus dem fernen Syrien. Sie sind gut ausgebildet, können Englisch, sagt Frank-Jürgen Weise, Vorsitzender bei der Bundesagentur für Arbeit, und Dieter Zetsche, Chef bei Daimler, ergänzt: »Deutschland kann doch die freien Arbeitsplätze gar nicht mehr allein mit Deutschen besetzen.« Der Jubel, den wir braven Bürger auf Straßen, Bahnhöfen und Flüchtlingsaufnahmestätten veranstalten, hat einen rationalen Kern. Unsere Chefs und Vordenker sagen, der Flüchtlingsstrom ist gut, ja ganz nüchtern ökonomisch gut für Deutschland. Schließlich hat dieses Land nur 2,8 Millionen (offiziell von Herrn Weise und seinen Helfern gezählte) Arbeitslose. Die Unternehmerverbände und – was fast dasselbe ist – die Wirtschaftsforschungsinstitute beklagen schon seit Jahren den Mangel an Fachkräften. Nun kommen sie endlich.

Vor wenigen Wochen hatte sich das alles noch nicht her...

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