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11.09.2015 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Wem die Stadt gehört

Lukrative Immobilie, ein Investor, Verkäufer mit Bundesauftrag und wehrhafte Berliner: Bundesrat lehnt Verkauf des »Dragoner-Areals« ab

Dago Langhans

Im vergangenen Jahr hat der Bund ein innerstädtisches Gelände für 36 Millionen Euro an eine Investorengruppe mit Sitz in Wien im Höchstbieterverfahren verkauft. Dem hat jetzt die Länderkammer einen Strich durch die Rechnung gemacht: Der Finanzausschuss des Bundesrats lehnte am Freitag den Verkauf des sogenannte Dragoner-Areals (es ist Teil eines früheren preußischen Kasernengeländes) ab. Das Gebiet gilt als letzte größere Fläche im Szenestadtteil Kreuzberg, auf der sozialer Wohnungsbau möglich ist. Im Auftrag des Staates hatte Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) als Anbieter und Vermarkter agiert. Die Behörde, hervorgegangen aus früheren Bundesvermögensämtern und Teilen ehemaliger Oberfinanzdirektionen, feierte kürzlich ihr fünfjähriges Bestehen. Sie ist dem Bundesfinanzministerium unterstellt und soll Geld in die Kassen von Minister Wolfgang Schäuble (CDU) spülen. Auch mit diesem Deal. Berliner Wohnungsbaugesellschaften waren mit ihren niedrigere...

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