09.09.2015 / Antifa / Seite 15

»Elitäre Sicht auf die soziale Frage«

Viele Antifagruppen lösten sich auf, andere fühlen sich gern überlegen – »see red!« stellt Rassismus Klassensolidarität gegenüber.

Markus Bernhardt

Mischa Aschmoneit ist Sprecher der Gruppe »see red!« in der Interventionistischen Linken Düsseldorfjkk

Am 11. September feiert Ihre Gruppe ihr fünfjähriges Bestehen. Während sich autonome Gruppen vielerorts in der Bundesrepublik auflösen, arbeiten Sie kontinuierlich weiter. Worin liegt das Erfolgsgeheimnis?

Es gibt nichts Geheimnisvolles bei uns, aber tatsächlich kleinere Erfolge. Unsere Gruppe ist zwar erst fünf Jahre alt, aber wir haben die positiven Errungenschaften der 2012 aufgelösten lokalen Koordinierungskreises antifaschistischer Gruppen, kurz »Antifa-KOK«, bewahrt. Insofern können wir auf die Erfahrungen von deutlich mehr als 20 Jahren radikal linker Aufbauarbeit in Düsseldorf zurückgreifen. Politische Arbeit braucht Zuverlässigkeit und Kontinuität. Wir haben diese Verbindlichkeit sowohl innerhalb unserer Gruppe als auch im Umgang mit unseren Bündnispartnerinnen und -partnern. Nur so kann langfristig Vertrauen aufgebaut werden. Wir arbeiten bete...

Artikel-Länge: 4703 Zeichen

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich

Jetzt die junge Welt abonnieren und Zugriff auf alle Artikel erhalten!

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe