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08.09.2015 / Inland / Seite 5

Nächster Akt im Staatsopernskandal

Untersuchungsausschuss des Berliner Parlaments wird am Freitag erste Zeugen vernehmen

Benedict Ugarte Chacón

Im Schatten des Debakels um den Flughafen BER spielt sich in Berlin seit einiger Zeit ein weiterer Bauskandal ab. Es geht um die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden. Das 1742 zum ersten Mal in Betrieb genommene Opernhaus war im Lauf seiner Geschichte mehrmals umgestaltet worden, nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es nach Plänen des Architekten Richard Paulick wiederaufgebaut.

Bereits vor rund 15 Jahren setzten die ersten Überlegungen zu einer Generalsanierung ein. Begonnen wurde mit den Maßnahmen schließlich im Jahr 2010. Geplant waren ursprünglich Gesamtkosten von 239 Millionen Euro. Der Bund sicherte vertraglich zu, sich mit 200 Millionen zu beteiligen, weitere 30 Millionen wollte der »Verein der Freunde und Förderer der Staatsoper Unter den Linden« unter seinem damaligen Vorsitzenden, dem inzwischen verstorbenen Unternehmer Peter Dussmann, beisteuern. Lediglich neun Millionen sollte das Land Berlin aufbringen.

Mittlerweile haben sich die veranschla...

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