07.09.2015 / Feuilleton / Seite 11

Von den »Troubles« erzählen

In Dublin und Belfast ist die Geschichte des irischen Freiheitskampfes noch sehr lebendig. Ein Reisebericht

Nick Brauns

Der Osteraufstand von Dublin, bei dem sich 1916 Republikaner und Sozialisten gegen die britische Besatzung und Auspressung Irlands erhoben und die Gründung der Republik verkündeten, war militärisch ein Desaster. Doch die Exekution der Anführer wurde zum Fanal, das die antibritische Stimmung im Land anheizte, eine neue Generation von Freiheitskämpfern wachrüttelte und zum Unabhängigkeitskrieg führte. »Wer einen solchen Aufstand einen Putsch nennt, ist entweder der schlimmste Reaktionär oder ein hoffnungsloser Doktrinär, der unfähig ist, sich die soziale Revolution als eine lebendige Erscheinung vorzustellen«, hat Lenin Kritikern dieser Erhebung ins Stammbuch geschrieben.

Lebendig vermittelt werden die Eckdaten des Aufstands bei der »1916 Rebellion Walking Tour«, einer seit fast 20 Jahren angebotenen Stadtführung zu den zentralen Punkten der fünftägigen Kämpfe. Auch wenn es in Strömen regnet, ein Dutzend Interessierte kommen am Ausgangspunkt, der »Internati...

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