04.09.2015 / Ausland / Seite 8

»An der Grenze nach Kobani gilt eine Ausnahmeregelung«

Viele Bewohner der syrisch-kurdischen Stadt, die vom IS zerstört wurde, noch immer auf der Flucht. Wiederaufbau durch die Türkei erschwert. Gespräch mit Martin Glasenapp

Wolfgang Pomrehn

Das Bild des ertrunkenen Aylan Kurdi erschüttert die Welt. Er war drei, als er auf der Flucht vor Krieg und islamistischem Terror im Mittelmeer ertrank. Was wissen Sie über die Hintergründe?

Soweit wir aus Telefonaten wissen, ist Aylans Familie vor einem Jahr aus der syrisch-kurdischen Stadt Kobani geflohen. Das war zu der Zeit, als die Stadt vom »Islamischen Staat« (IS) angegriffen wurde. Danach waren sie wohl in der Türkei und wollten vermutlich nach Kanada, wo ein Familienmitglied lebt.

Zwischen dem türkischen Bodrum, wo sie ein Schlauchboot bestiegen, und der griechischen Insel Kos ist das Meer nur fünf Kilometer breit. Die Fähre fährt 30 Minuten, doch syrische Flüchtlinge werden nicht an Bord gelassen. Das Ergebnis sehen wir: Aylan ist ums Leben gekommen, und mit ihm sein Bruder und seine Mutter. Nur der Vater überlebte, und soll gesagt haben, er wolle nach Kobani zurück.

Kobani wurde im Frühjahr vom IS befreit. Weshalb fliehen trotzde...

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