31.08.2015 / Inland / Seite 4

Ein gesamtdeutsches Problem

Ermittlungsergebnisse zu Bränden in Flüchtlingsunterkünften

Christina Müller

Ein Brandsatz entzündete eine bewohnte Unterkunft in Salzhemmendorf, Steine fliegen auf ein Gebäude in Helbra, Bücher brennen in einer Hagener Moschee: Die Anschlagsserie auf Asylunterkünfte – 175 Übergriffe erfassten die Behörden im ersten Halbjahr 2015 – reißt nicht ab. Im niedersächsischen Salzhemmendorf hat die Polizei nun drei mutmaßliche Täter gefasst. Sie sitzen seit Sonnabend in Untersuchungshaft, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover mitteilte. Die Ermittler werfen den 24 bzw. 30 Jahre alten Männern und einer 23jährigen Frau versuchten Mord vor. Die Täter hatten in der Nacht zum Freitag einen Molotowcocktail durch ein geschlossenes Fenster des von 40 Menschen bewohnten Hauses geschleudert. Der Brandsatz traf die Wohnung einer Mutter aus Simbabwe und ihrer drei Kinder im Alter von vier, acht und elf Jahren. Weil sie im Nebenraum schliefen, der Brand bemerkt wurde und die Feuerwehr schnell anrückte, konnten sie sich retten. Die män...

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