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12.01.2002 / Thema / Seite 0

Revolution und Konterrevolution

Die sozialen Verhältnisse in Afghanistan vor 1978. Die Aprilrevolution und die Reformen sowie die todbringende US-Hilfe für den »afghanischen Widerstand« (Teil I)

Matin Baraki

Nach der UNO-Definition von 1971 gehörte Afghanistan zu den 25 am wenigsten entwickelten Ländern (least developed countries). Auf eine Fläche von 652660 Quadratkilometern (das Zweieinhalbfache der alten BRD) lebten zirka 17 Millionen Menschen unter feudalen bzw. vorfeudalen Verhältnissen. Die Besitzverhältnisse an Grund und Boden verteilten sich so, daß rund fünf Prozent Großgrundbesitzer über zirka 50 Prozent des Bodens, im Norden des Landes sogar zwei Prozent über 70 Prozent des Bodens verfügten. Annähernd 85 Prozent der Menschen lebten auf dem Land als Bauern, Landarbeiter, Tagelöhner, Viehzüchter usw.; es existierte teilweise Leibeigenschaft. Die Großgrundbesitzer verfügten über eigene Gefängnisse.

Eines der größten Probleme des Landes stellte der Analphabetismus dar. Etwa 97 Prozent der Menschen – bei Frauen lag die Quote noch darüber – konnten weder lesen noch schreiben. Von einer Stellung der Frau im öffentlichen Leben konnte – wie in allen tradit...

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