Gegründet 1947 Mittwoch, 23. Oktober 2019, Nr. 246
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
26.08.2015 / Feuilleton / Seite 11

Ein einzigartiges Labor

Vom eintönigen Warten auf Zukunft und Momenten atemberaubender Schönheit beim Festival »Berlin Atonal«

Seda Nigbolu/Ulf Schleth

Experimentelle Musik gibt es viel in Berlin, aber kein zweites Festival wie »Berlin Atonal«. Am Sonntag endete im Heizkraftwerk Berlin-Mitte die dritte Ausgabe seit der Wiederbelebung 2013. Mit Haut und Haaren hat sich diese Reihe den (musik-)ästhetischen Entwicklungen im postindustriellen Zeitalter verschrieben. Das galt schon in der avangardistischen Phase »nonkonformer Musik« in den 80ern, in der Bands wie Einstürzende Neubauten oder Malaria! für Aufruhr sorgten. Und auch für die nachfolgenden Jahre im Tresor des Festival-Gründungsvaters Dimitri Hegemann, der bis heute Chef ist.

Die lange Tradition war in mächtigen Klanggebilden gegenwärtig. Noise, Industrial, Dark Ambient und experimenteller Techno standen auf dem Programm, schrille Synths und vibrierende Bässe von Lustmord oder Clock DVA, Russell Haswell oder Bitstream. Neben Konzerten und DJ-Sets gab es Filmvorführungen und Installationen. Die überragende Rolle aber spielte an den fünf Tagen das ehe...

Artikel-Länge: 3752 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €