26.08.2015 / Ausland / Seite 7

Menschenrechtler in Gefahr

Kolumbien: Bereits 69 Aktivisten in diesem Jahr ermordet. Organisationen warnen vor Zunahme der Gewalt vor Regionalwahlen

Robert Ojurovic

Sich für Menschenrechte einzusetzen und diese zu verteidigen, kann in Kolumbien tödlich sein. Nach einer aktuellen Studie der Organisation Somos Defensores (Wir sind Verteidiger) ist die Anzahl der ermordeten Menschenrechtsaktivisten von 34 im vergangenen Jahr auf bereits 69 in diesem Jahr gestiegen. Der Bericht wurde Mitte August veröffentlicht und trägt den Titel »Los Nadies« (Die Niemande). Somos Defensores stellt darin fest, dass die Tötung von Aktivisten »keinerlei Bedeutung für die kolumbianische Regierung oder die Justiz hat, und dies in einem ausgelaugten Land, das dem perversen täglichen Abschlachten von Frauen und Männern untätig zusieht«.

Das bislang letzte Opfer, Gilmer Genaro García, Verfechter der afrostämmigen Gemeinschaft im Westen Kolumbiens, wurde vor zwei Wochen auf der Fahrt zu einem Protest von einem schwerbewaffneten Killerkommando abgefangen, aus seinem Wagen gezogen und auf offener Straße durch zwei Kopfschüsse hingerichtet. García...

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