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25.08.2015 / Titel / Seite 1

Knüppel frei gegen Linke

Heidenau: Polizei prügelt Antifaschisten. Merkel äußert sich endlich zu rassistischer Gewalt und schickt den Vizekanzler nach Sachsen

Michael Merz

Nach zwei Nächten des Versagens, ihr Gewaltmonopol durchzusetzen, war die Polizei im sächsischen Heidenau am Sonntag abend mit einer ausreichenden Zahl von Einsatzkräften vor Ort. Doch nicht die durch die Stadt streunenden Neonazis bekamen ihre Knüppel zu spüren. Es waren angereiste Antifaschisten, die – viele mit schweren Verletzungen – die Kleinstadt wieder verlassen mussten.

In Heidenau war es von Freitag abend bis Sonntag morgen zu brutalen Krawallen von Neonazis gekommen. Angestachelt von der NPD, die einen Aufmarsch mit etwa 1.000 Teilnehmern gegen eine Flüchtlingsunterkunft in einem leerstehenden Baumarkt organisiert hatte, tobten sich in der Nacht zu Sonnabend bis zu 600 Rechte auf den Straßen aus, verletzten mehr als 30 Beamte. Der Gewaltausbruch wiederholte sich in der Nacht darauf, die Neonazis – von der Polizei als »Gruppe mit zeitweise rund 250 Personen, die sich asylkritisch äußerten«, bezeichnet – warfen Flaschen, Böller und Steine. Nur ein...

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