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22.08.2015 / Inland / Seite 2

»Das Militär tritt faktisch als Eventmanager auf«

Förderung internationaler Waffengeschäfte: Bundeswehr kooperiert mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall. Ein Gespräch mit Christian Leye

Markus Bernhardt

Christian Leye ist stellvertretender Landessprecher der Linkspartei in Nordrhein-Westfalen

 

Die Bundeswehr führt Waffensysteme des Rüstungskonzerns Rheinmetall ausländischen Interessenten vor und bildet in den Käuferstaaten Soldaten an diesen Geräten aus. Wie bewerten Sie das politisch?

Diese Vermischung von Rüstungsindustrie und Bundeswehr ist hochproblematisch. Das Militär tritt faktisch als Eventmanager und Leiharbeitsfirma für Waffenproduzenten auf. Die Soldaten werden im Auftrag der Unternehmen an die Käuferstaaten ausgeliehen, die in der Regel auch für die Kosten aufkommen. In Staaten wie Saudi-Arabien oder Algerien lehren Soldaten der Bundeswehr dann den Umgang mit deutschen Rüstungssystemen.

Für die Rüstungssparte ist diese Symbiose zwischen Armee und Waffenindustrie sehr profitabel. Die Leistung der Bundeswehr ist ein Extraservice, den die Käufer deutscher Waffen schätzen. Das Grundproblem, das hier deutlich wird, ist die enge Zusammenarbeit des...

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