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22.08.2015 / Ausland / Seite 6

Belgrads unmenschliche Seite

Flüchtlinge leben in der serbischen Hauptstadt unter miserablen Bedingungen

Andre Wokittel/Belgrad

Belgrad soll hübsch werden. 3,5 Milliarden Euro soll das Megaprojekt »Belgrad am Wasser« kosten. Gebaut von einem Investor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Doch in diesen Tagen zeigt sich Belgrad von seiner unmenschlichen Seite.

Seit Monaten dient der Bahnhofsvorplatz mitten im Zentrum als Zwischenhalt für durchschnittlich 2.000 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und Irak auf ihrem Weg nach Europa. Der Park, der vor Monaten noch grün warm, ist inzwischen staubig und vermüllt. Er ist überfüllt mit Menschen, die hier notdürftig nächtigen und leben. Jeden Tag erreichen neue Flüchtlinge den Park. Viele bleiben nur ein paar Tage und versuchen dann, für umgerechnet 15 Euro einen Bus an die ungarische Grenze zu bekommen. Andere versuchen, ein Taxi zu ergattern.

Körperhygiene ist nur an einem Brunnen möglich, die jungen Syrier waschen sich im nahen Fluss Save. Trotzdem riecht ihre Kleidung. Der ganze Platz scheint kaum Frischluft zu haben, es ist unerträ...

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