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22.08.2015 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Klarer Bündnisfall

Stefan Huth

Die Zeiten, in denen die Regierung Erdogan das Kriegsgeschehen im Nachbarland Syrien aus der sicheren Distanz betrachtete, sind vorbei. Im Konflikt zwischen den Kurden und der Mördermiliz »Islamischer Staat« (IS) war Ankara freilich nie unparteiisch: Indem sie die Grenze für die Dschihadisten sehr durchlässig machte, Kriegsmaterial passieren ließ und verwundeten Kämpfern großzügig medizinische Betreuung gewährte, heizte die Regierung Erdogan den Konflikt fortlaufend an. Seit der einseitigen Aufkündigung des Friedensprozesses mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) nach dem Massaker in der türkischen Grenzstadt Suruc im Juli – 32 junge kurdische Aktivisten, die sich am Wiederaufbau der vom IS verwüsteten Stadt Kobani im Norden Syriens beteiligen wollten, starben dort bei einem offenbar islamistisch motivierten Selbstmordanschlag – dreht Ministerpräsident Erdogan frei und lässt systematisch kurdische Stellungen und Lager bombardieren. Weit über 130 Angriffe...

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