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22.08.2015 / Wochenendbeilage / Seite 7 (Beilage)

Für Wissen und Fortschritt. Über das Fernsehen (2)

Reinhard Jellen

»Das generell Gefährliche am Fernsehen ist, dass dem Zuschauer Botschaften suggeriert werden, indem man einfach Bilder zeigt: die Außenansicht vom Weißen Haus, vom Kanzleramt, des Élysée-Palasts, aber es wird nicht erklärt, was darin gesprochen und verhandelt wird. Alles, was den Leuten nicht über Bilder beigebracht werden kann, wo man also wieder auf die Sprache als Erklärungsmedium zurückgreifen müsste, wird außen vor gelassen. Man sieht nur Bilder und Nachrichtenfetzen, etwa dass Schäuble ein Griechenland-Papier vorgelegt hat. Vom Inhalt des Papiers wird bereits nicht mehr berichtet. Die Empörung wird also stimuliert, und dabei wird auch fleißig auf Mythen wie etwaige Volksmentalitäten zurückgegriffen. Das alles ist undemokratisch und auf ganze fiese Art ideologisch.«

(Berthold Seliger)

Wie schon der bayerische Medien- und Erkenntnistheoretiker Edmund Stoiber in einem seiner wenigen lichten Momenten erkannte, schafft das Fernsehen Wirklichkeit, bildet ...

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