21.08.2015 / Ausland / Seite 6

Vorhersehbarer Mord

Familie von Hugo Pinell will wissen, warum der US-Gefangenenaktivist nach 46 Jahren Isolationshaft sterben musste

Jürgen Heiser

Eine Woche nach dem Mord an dem Gefangenenaktivisten Hugo Pinell im kalifornischen Hochsicherheitsgefängnis »New Folsom« bei Sacramento hat dessen Anwalt Keith Wattley angekündigt, im Namen der Familie Klage wegen widerrechtlicher Tötung einzureichen. Der Mordanschlag auf seinen Mandanten sei »vorhersehbar gewesen«. Deshalb erwarte die Familie jetzt Antworten auf die Frage, »warum es die Offiziellen soweit kommen ließen«.

Der 71jährige Pinell war nach Angaben der Gefängnisbehörde »California Department of Corrections and Rehabilitation« (CDCR) am 12. August gegen 13 Uhr beim Hofgang von zwei Mitgefangenen durch Messerstiche tödlich verletzt worden. Laut der Nachrichtenagentur AP erklärte CDCR-Sprecherin Terry Thornton, wegen der laufenden Ermittlungen könne sie weder die Kritik an der Verlegung Pinells in den Normalvollzug kommentieren noch etwas dazu sagen, warum die beiden Häftlinge ihn attackierten. Pinell nahm erst seit dem 29. Juli wieder am n...

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