17.08.2015 / Feuilleton / Seite 11

Grabbe lesen? – Jau!

Wiglaf Droste

Ein mir sehr nahe stehender Mensch schrieb mir, nachdem ich ihm von Christian Dietrich Grabbe berichtet hatte, der Mann sei für ihn eine Bildungslücke und fragte mich, was er denn von ihm lesen solle, und so schrieb ich ihm retour:

Wie sagt es der Schlager so schön und wahr: Bildungslücken gibt es nicht, my Darling – nur den Ozean; manchmal erfasst man etwas und fängt einen Fisch! Und teilt ihn, das ist das Beste daran. (»I’m the Ocean« ist eines der wüstschönsten Krawallieder von Neil Young, und »Fisch im Maul« eins der feinsten von Nils Koppruch: »Werft mich in einen Fluss und wenn ihr Pech habt, hab ich Glück / und komm mit einem Fisch im Maul zurück«.)

Grabbes Lustspiel »Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung«, erstmals im Jahr 1822 erschienen und bis 1827 vom Autor nachbearbeitet, kam im Jahr 2005 noch einmal im Göttinger Satzwerk-Verlag heraus, himmlisch illustriert und mit einem Nachwort versehen von F. W. Bernstein, Auflage 300 Stück. Es müs...

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