Gegründet 1947 Mittwoch, 21. August 2019, Nr. 193
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
10.08.2015 / Inland / Seite 2

»Angriffe wie auf mich schüchtern Kollegen ein«

Infineon will in Dresden einen Betriebsrat loswerden, der sich aktiv für die Interessen der Belegschaft einsetzt. Gespräch mit Bernhard Fischer

Steve Hollasky

Sie sind seit 1996 Vertrauensmann der IG Metall in der Firma Infineon in Dresden und auch schon seit mehreren Wahlperioden Betriebsrat. Warum will der Konzern Sie nun loswerden?

Bei Infineon hatten wir von Anfang an Gegenwind. Der Aufbau des Betriebsrats und unsere gewerkschaftliche Arbeit fand beispielsweise über viele Jahre in Konkurrenz zur Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) statt – einer unternehmernahen »gelben« Gewerkschaft. Ein Kern ihrer Politik war, dass Beschäftigtenvertretungen unnütz sind. Unsere Fraktion in dem Gremium heißt »Wir sind Betriebsräte – keine Geheimräte«. Das ist Standpunkt und Praxis. In einem Flugblatt haben wir es so auf den Punkt gebracht: »Eine Politik zu Lasten unserer Kolleginnen und Kollegen tragen wir nicht mit.« Offensichtlich genieße ich damit nicht unbedingt das Wohlwollen der Firmenleitung. Außerdem ist davon auszugehen, dass solche Angriffe wie jetzt auf mich andere Kollegen einschücht...

Artikel-Länge: 4063 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €